Amnesty International Gruppe Tübingen

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Aktionen im Sommersemester 2013


Zehn Jahre Darfur-Krise – Unterschriften-Aktionen im Juli und August 2013

Seit nunmehr zehn Jahren herrscht in Darfur, im westlichen Sudan, ein Konflikt; die Menschenrechtssituation ist verheerend. Zivilisten werden durch Luftangriffe der Regierung, durch Militär und bewaffnete Oppositionstruppen angegriffen und sind Missbrauch, Plünderungen und sexueller Gewalt ausgesetzt. Wir fordern von der UN eine Erweiterung des Darfur-Waffenembargos auf den gesamten Sudan, den Schutz der Zivilbevölkerung, die Aufklärung von Angriffen auf die Zivilisten sowie Maßnahmen gegen Staaten wie Tschad und Kenia, die ihre Verpflichtungen gemäß dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs nicht erfüllen, zur Umsetzung der durch den ISS gegenüber Präsident Omar al-Bashir sowie hochrangigen Amtsträgern der sudanischen Regierung ausgesprochenen Haftbefehle beizutragen. Am Mittwoch, den 24. Juli haben wir auf einer entsprechenden Petition an den ständigen Vertreter Deutschlands bei der UN, Dr. Peter Wittig, vor der Mensa Unterschriften gesammelt. Weitere Unterschriften haben wir beim Afrika-Festival auf dem Tübinger Festplatz am 10. August gesammelt. Hier kam auch zum ersten Mal das neuerdings von der Stadt Tübingen ausleihbare Transportfahrrad zum Einsatz.


Flüchtlinge von Amnesty International vorm Ertrinken gerettet

Tübingen, 21. Juli 2013

Vor der Küste Tübingens hat sich eine dramatische Rettungsaktion ereignet. Ein überfülltes Flüchtlingsboot war nach dem Beschuss durch Frontex-Beamten in Seenot geraten. An Bord befanden sich sechs Flüchtlinge, darunter vier Frauen. In letzter Sekunde wurden sie von Amnesty International gerettet.

Gestern ereignete sich erneut ein Flüchtlingsdrama auf dem Neckar, das dank des beherzten Einsatzes von vier Amnesty International Mitgliedern ein glimpfliches Ende gefunden hat. Sechs Flüchtlinge waren in einem deutlich überbesetzten Schlauchboot vom nordafrikanischen Stift aufgebrochen. In sengender Hitze wagten sie ohne Trinkwasser und Paddel die gefährliche Überfahrt. Bald schon nahm ein mit vier Frontex-Beamten besetzter Stocherkahn die Verfolgung auf. Panisch riefen die Flüchtlinge um Hilfe. Erstes Wasser sammelte sich in ihrem Boot. Es gelang ihnen kaum, den Kurs zu halten. Per Megaphon warnten die Frontex-Beamten die Flüchtlinge mehrfach, dass sie im Inbegriff seien, die Hoheitsgewässer der Europäischen Union zu betreten, und forderten sie zur sofortigen Umkehr auf. Auf Höhe des Neckarmüller schließlich hatte der Frontex-Kahn das Flüchtlingsboot eingeholt und nahm es unter Beschuss. Schnell begann das Schlauchboot zu sinken. Augenzeugen berichten, dass einige der Flüchtlinge, die sich in großer Not über Wasser zu halten versuchten, vom schweren Frontex-Holzkahn regelrecht überfahren worden seien. Ohne sich der Flüchtlinge anzunehmen verschwand das Boot der Grenzschutzbeamten von der Bildfläche. Keines der in Sichtweite umherdümpelnden Touristenboote kam den Flüchtlingen zur Hilfe. Offensichtlich hatte man zu große Angst, der Schlepperei angeklagt zu werden. In letzter Sekunde näherte sich ein Kahn von Amnesty International. Mit seiner gelben Fahne war er schon aus der Ferne gut erkennbar. Die Besatzung kündigte per Megaphon Hilfe an und rette die in Seenot Geratenen auf ihr Boot. Wie durch ein Wunder sind alle Flüchtlinge unverletzt geblieben.


Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni 2013

- Für ein Ägypten ohne Folter! Aktion auf dem Holzmarkt, 12-16.00 Uhr

Das Verbot der Folter und der grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung ist eines der Menschenrechte, die absolut und ohne Ausnahme gelten. Dennoch werden heute immer noch in mindestens 81 Ländern Menschen gefoltert und misshandelt. Zahlreiche Regierungen setzen Folter gezielt und systematisch gegen ihre eigenen BürgerInnen ein. Auch in Ägypten war Folter ein fester Bestandteil in der Regierungspraxis des ehemaligen Präsidenten Husni Mubarak und trotz der politischen Umbrüche in Ägypten hat sich daran nichts geändert. Nach wie vor wird gefoltert und die hohe Anzahl der davon betroffenen Minderjähriger ist besonders schockierend. Präsident Mursi versprach, Foltervorwürfe gegen die Polizei und das Militär aufzuklären. Doch sind noch immer keine strafrechtlichen Verfahren eingeleitet worden.

Wir konnten am Internationalen Tag zur Unterstützung von Folteropfern viele Unterschriften sammeln und somit Mursi auffordern, seine Versprechen einzulösen!

An alle Teilnehmer/innen und Unterstützer/innen ein herzliches Dankeschön!!





Themenabend Türkei


In letzter Zeit kamen in der Türkei erneut Proteste unter dem Stichwort Gezi-Park auf, die sich für Meinungsfreiheit und mehr Demokratie sowie die Achtung der Menschenrechte einsetzten. Die Protestierenden vernetzten sich innerhalb kürzester Zeit über die ganze Welt mit Freunden und Sympathisanten und schufen so Ableger der Bewegung. So auch in Tübingen.

Die Hochschulgruppe Tübingen hat daher und auch, um die Türkei über die aktuellen Ereignisse hinaus allgemein zu beleuchten, einen Themenabend zu dieser einzigartigen Nation veranstaltet.

Im komplett gefüllten, angenehm kühlen Weinkeller des Evangelischen Stifts kamen dabei am Mittwoch den 19. Juni interessierte und diskussionsfreudige Bürger und Studenten zusammen, um nach einem spannenden Vortrag von Frau Dr. Dümler zur ethnischen und religiösen Vielfalt in der Türkei die von der Hochschulgruppe eingeladenen türkischen Auslandsstudenten mit Fragen über die Protestbewegung zu löchern.

Neben diesem Einblick in die ethnische und politische Türkei gab es türkische Musik, allerlei türkisches Essen, Tee sowie Getränke an der Weinkeller-Bar. Natürlich hatte man auch die Möglichkeit, sich direkt am Amnesty-Stand zu informieren und mit der eigenen Unterschrift zu engagieren.



Amnesty beim Tübinger Bücherfest 2013

Die Auswahl des Gastlandes des Tübinger Bücherfestes, das vom 7. bis zum 9. Juni bei schönstem Sonnenschein in der Tübinger Altstadt stattgefunden hat, hat sich aus menschenrechtlicher Perspektive als noch aktueller erwiesen, als zu Beginn unserer Planung zu erwarten gewesen war: Die Bilder und Nachrichten, die uns seit Ende Mai aus Istanbul erreichen, haben uns auf erschütternde Art und Weise die Missachtung von Menschenrechten in der Türkei vor Augen geführt: Die Ordnungskräfte setzen in massivem Maße Wasserwerfer und Tränengas gegen friedlich Demonstrierende ein, selbst wehrlos am Bode liegende Demonstrierende werden getreten und geschlagen. Hinter diesen aktuellen Menschenrechtsverletzungen stehen strukturelle, rechtliche und politische Defizite: Trotz mehrerer Gesetzesreformen in den vergangenen Jahren ist das Recht auf freie Meinungsäußerung in der Türkei noch immer erheblich eingeschränkt. Insbesondere auch Journalist_innen und Schriftsteller_innen werden wegen friedlicher Äußerung ihrer politischen Meinung nach Artikeln des Strafrechts und der Anti-Terror-Gesetze rechtlich verfolgt. Im April dieses Jahres hat das türkische Parlament eine Gesetzesreform verabschiedet, die zum Ziel hatte, die Gesetzgebung des Landes in Übereinstimmung mit internationalen Standards zu bringen und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte umzusetzen. Obwohl einige der früheren missbräuchlichen Anwendungen der Gesetze durch diese Änderungen verhindert werden können, bringen die Reformen das türkische Recht nicht in Einklang mit internationalen Standards für die Freiheit der Meinungsäußerung. Wir haben das Bücherfest genutzt, um auf diese Defizite aufmerksam zu machen und uns bei der türkischen Regierung für ihre Behebung einzusetzen: In einer an den türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan adressierten Petition forderten wir weitere Reformen zur Sicherung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Außerdem setzten wir uns mit einem Brief gegen das Vergessen, der an den türkischen Justizminister Ergin gerichtet ist, für die Durchführung eines Gerichtsverfahrens im Falle Ahmet Yıldız ein, der 2008 aus mutmaßlich homophoben Motiven ermordet wurde. Die mediale Präsenz des Themas hat sicher dazu beigetragen, dass alle Besucher_innen sehr aufgeschlossen gegenüber unserem Anliegen waren. Beeindruckt haben insbesondere auch die beiden türkischen Schriftsteller Mario Levi und Perihan Mağden, die beide im Anschluss an ihre Lesungen auf die aktuellen Proteste eingegangen sind und den hoffnungsvollen Wunsch geäußert haben, diese Proteste mögen weder wirkungslos verklingen, noch von politischen Interessengruppen für ihre individuellen Anliegen missbraucht werden, sondern vielmehr den Anlass zu den dringend notwendigen Reformen für mehr Meinungsfreiheit und Mitspracherecht in der Türkei darstellen. Wir teilen ihre Hoffnung.



Stocherkahnrennen 2013

Es war einmal eine kleine Gruppe von jungen Aktivist(inn)en. Es war ein sonniger Tag Ende Mai 2013 in einer kleinen lebhaften Studentenstadt namens Tübingen. Diese Aktivist(inn)en hatte mal wieder das Bedürfnis sich für die Menschenrechte stark zu machen (so etwas kommt vor). Also beschlossen sie, an dem Tag des diesjährigen Stocherkahnrennens, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Sie trafen sich alle um die Mittagszeit vor dem Stift, denn dort sollte alles beginnen. Nachdem sich auch die Nachzügler eingefunden hatten, konnten die Vorbereitungen starten. Auf ging es zu unserem Stocherkahn-Event 2013!




So zogen sich die einen orange Anzüge an und schwarze Beutel über den Kopf. Andere kleideten sich in schwarzen und militärischen Farben und übten einen bösen Blick. Und wiederum Andere, zogen die gelben Amnesty-Leibchen und T-Shirts an, um sich später in den Zuschauermengen deutlich zu erkennen zu geben.


Als nächstes stiegen einige von uns in einen Stocherkahn, der uns freundlicherweise vom Stift ausgeliehen wurde (vielen Dank dafür!) und zogen hinaus auf den Neckar, um allen Zuschauern die immer noch menschenrechtsverletzende Situation in Guantanamo ins Gedächtnis zurück zu rufen. Derweil verteilten wir unter den Zuschauern Flyer, die nochmal die aktuelle Situation vorstellte.



Die Situation: Guantanamo ist vielleicht schon langsam in Vergessenheit geraten, aber es existiert noch immer. Obwohl der Amerikanische Präsident Barack Obama schon 2009 versprochen hatte das Gefängnis innerhalb eines Jahres zu schließen, ist bis zum heutigen Tag dies nicht geschehen. Noch immer werden circa 170 Häftlinge dort festgehalten. Dies erfolgte im Rahmen der Terroranschläge 2001 ohne Gerichtsverfahren oder juristischer Anhörung. In den letzten Jahren wurde unter anderem bekannt, dass neben Folter und anderen menschenrechtswidrigen Haftbedingungen, wahrscheinlich sogar medizinische Test an den Gefangenen (natürlich ohne deren Einverständnis) durchgeführt wurden. Amnesty International und diverse andere NGOs setzen sich für die Schließung des Gefängnisses ein. Doch bis heute hat sich nichts verändert.

Wir waren nicht zu übersehen!



Filmabend im Rahmen des Unikinos

Am Dienstag dem 28.5.2013 veranstalteten wir einen Filmabend im Rahmen des Unikinos im Kupferbau.

Gezeigt wurde die Dokumentation Never Sorry über den chinesischen Künstler Ai WEIWEI.

Davor, sowie danach sammelten wir Unterschriften für den Friedensnobelpreisträger Lui Xiaobo, der noch immer im Gefängnis sitzt.








Iranischer Student in Haft

Majid Tavakkoli ist ein iranischer Student, der mittlerweile zum dritten Mal wegen seines politischen Engagements und dem Gebrauch seines Rechts auf freie Meinungsäußerung verhaftet wurde und wegen "Propaganda gegen das System" und anderer Vergehen zu neun Jahren Haft verurteilt wurde. Seine Haftbedingungen sind sehr schlecht, seine Familie berichtete von Folter, Verweigerung wichtiger Medikamente und anderen unwürdigen und unrechtmäßigen Schikanen in der Haft. Amnesty International betrachtet Majid als gewaltlosen, politischen Gefangenen. Wir setzen uns daher dafür ein, dass er freigelassen wird. Außerdem fordern wir, dass seine Haftbedingungen verbessert werden und dass er ein rechtmäßiges Gerichtsverfahren erhält. Wir schreiben daher Briefe an die iranischen Autoritäten, um auf seine Freilassung zu drängen und um Aufmerksamkeit für seinen Fall zu erzeugen.
Macht auch ihr mit und schreibt einen Brief an Ayatollah Sayed 'Ali Khamenei!

Briefvorschlag: deutscher Briefvorschlag
Mehr Informationen: Informationen zu Majid


Aktionen im Wintersemester 2012



Terminankündigung Filmabend und Lesung

Am Montag dem 18.2.2013 veranstalten wir einen Filmabend im Gemeindehaus Lamm einen Filmabend. Gezeigt wird eine Dokumentation (Dauer ca. 42min)über die Hinrichtung einer 16-jährigen Iranerin. Am 20.2.2013 kommt Bahman Nirumand für eine Lesung zum Thema Menschenrechte als Alibi-Die Nahostpolitik des Westens muss glaubwürdiger werden ebenfalls ins Gemeindehaus Lamm. Für die Lesung wird ein Eintritt in Höhe von 4€/3€(ermäßigt) verlangt.

Terminankündigung Ausstellung und Lesung

Vom 9.2.2013 bis zum 27.2.2013 veranstalten wir eine Ausstellung mit dem Titel Noch schlägt das Herz des Iran: Geschichten von Menschenrechtsaktivistinnen in Zusammenarbeit mit der evangelischen Stiftskirche im Gemeindehaus Lamm. Die Ausstellung wird am 9.2.2013 um 18.00 Uhr feierlich eröffnet. Außerdem kommt Bahman Nirumand am 20.2.2013 für eine Lesung zum Thema Menschenrechte als Alibi - Die Nahostpolitik des Westens muss glaubwürdiger werden in das Gemeindehaus Lamm. Der Eintritt hierfür beträgt 4€/3€ (ermäßigt). Wir freuen uns auf ihr zahlreiches Erscheinen.


Aktion gegen die Todesstrafe

Am Montag, den 29. Oktober, veranstaltete die Hochschulgruppe auf der Neckarbrücke eine Aktion gegen die Todesstrafe. Wir standen von 12.00 - 14.00 Uhr mit großem Banner, verbundenen Augen und Henkersschlingen auf der Brücke und sammelten Unterschriften gegen die Todesstrafe. Konkret ging es dabei um zwei Einzelfälle: Zum einen um Devender Pal Singh aus Indien, der 1995 wegen des Reisen mit falschen Ausweispapieren verhaftet wurde und auf Grundlage des Gesetz über terroristische und umstürzlerische Umtriebe 2001 zum Tode verurteilt. Sein Gnadengesuch lehnte die damalige indische Präsidentin im Mai 2011 ab. In dem zweiten Fall geht es um Yong Vui Kong aus Singapur, der 2008 wegen Drogen-Besitzes zum Tode verurteilt wurde.

Der Einsatz gegen die Todesstrafe hat in den vergangenen zehn Jahren kontinuierliche Fortschritte gebracht. Waren es 2002 noch 111 Staaten, die die Todesstrafe per Gesetz oder in der Praxis abgeschafft hatten, sind es heute 140. Doch es bleibt noch viel zu tun, um das große Ziel einer Welt ohne Todesstrafe zu erreichen. Denn 58 Staaten halten nach wie vor an der Todesstrafe fest. Weltweit sitzen zurzeit fast 20.000 Menschen in Todeszellen.

Lernt uns kennen!

Am 25. Oktober fand um 19 Uhr bei uns, in der Wilhelmstraße 105, das erste Treffen des Semesters statt, in dem wir Amnesty International sowie unsere Gruppe vorstellten. Schön, dass so viele Leute da waren, interessiert zugehört haben, Fragen gestellt haben und sich in die Amnesty-Arbeit einbringen wollen. Danke! Falls du es nicht geschaffen haben solltest an diesem Tag zu kommen, kannst du jederzeit noch einsteigen: Wir treffen uns immer donnerstags um 20 Uhr. Wir freuen uns auf dich/ euch! :-)

Amnesty auf dem Dies Universitatis und dem Alternativen Dies

Am 18. Oktober waren wir ab 17 Uhr auf dem Alternativen Dies im Clubhaus und ab 18 Uhr dann auf dem Dies Universitatis in der Neuen Aula. Schön, dass so viele vorbeigeschaut haben und unsere Petitionen unterschrieben haben! Danke für eure Unterstützung :-)

Aktionen im Sommersemester 2012


Unterschriften- und Fotoaktion für Majid

Am 25. Juli haben wir vor dem Clubhaus Unterschriften für Majid Tavakkoli gesammelt. Dieses Mal hatten wir keine Listen dabei, sondern haben die Unterschriften direkt auf einer großen Papierrolle gesammelt, die wir den zuständigen Behörden zusenden werden wenn sie voll ist. Damit sich genug Unterschriften darauf finden, werden wir sie bei unseren nächsten Aktionen wieder mitnehmen. Zudem haben wir eine Fotoaktion gemacht um uns mit Majid zu solidarisieren, welche gemeinsam mit anderen Hochschulgruppen durcheführt wird, die sich auch für Majid einsetzen.

"Human rights and human wrongs" - Studium Generale Reihe

Im Sommersemester lief die Vorlesungsreihe „Human rights and human wrongs - Menschenrechte zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ der AI-Hochschulgruppe Tübingen im Rahmen des Studium Generale der Uni Tübingen. Während des Sommersemesters konnte man jeden Dienstag um 20 Uhr c.t. im Hörsaal 21 des Kupferbaus vielfältige Vorträge und Diskussionen zu diversen Aspekten der Menschenrechte besuchen.

Die Idee der Menschenrechte scheint in der deutschen Gesellschaft zu einer Selbstverständlichkeit geworden zu sein. Dies ist zunächst eine erfreuliche Entwicklung. Sie birgt jedoch die Gefahr, dass das Bewusstsein der Begründungsbedürftigkeit und Begründbarkeit, der Geschichte und Fragilität der Menschenrechte verlorengeht. Wer nicht bei Lippenbekenntnissen stehenbleiben möchte, muss Stellung beziehen, wie sich die Idee der Menschenrechte zu anderen moralischen und nicht-moralischen Handlungsrichtlinien verhält. Es gilt, den eigenen Verantwortungsraum ebenso wie denjenigen der Gesellschaft, in der man lebt, auszuloten. In diesem Sinne ist es Ziel dieser Vorlesungsreihe, ein kritisches Bewusstsein für Menschenrechte zu schaffen. Dieses schließt notwendig das Wissen um die faktische Verletzung von Menschenrechten, aber auch um die Möglichkeiten und Pflichten, Menschenrechtsverletzungen entgegenzuwirken, mit ein. Das Thema Menschenrechte soll aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet werden, beginnend auf der abstrakten Ebene der Begründung und Geschichte, endend auf der konkreten Ebene der Realisierung und Verletzung einzelner Rechte in der gegenwärtigen Welt.

Das Programm der Reihe könnt ihr hier einsehen: StudiumGeneraleAI.pdf

Mehr Informationen findet ihr auf unserer Facebook Seite sowie auf der Homepage der Uni Tübingen.

Waffenbasar auf dem Holzmarkt

Am 14. Juni haben wir auf dem Holzmarkt einen Waffenbasar aufgebaut und mit einer provokativen Aktion (www.wafffensupermarkt.de) auf die Verhandlungen zum ATT (Arms Trade Treaty) aufmerksam gemacht. Wir konnten dabei 120 Unterschriften sammeln und viel Druck für strikte Regelungen und Kontrollen und damit einen starken ATT aufbauen. Danke für eure Unterstützung!

Lesung mit Ali Schirasi

Die Hochschulgruppe Amnesty Tübingen hat am 6. Juni eine Lesung mit dem iranischen Autor Ali Schirasi im Gemeindehaus Lamm veranstaltet. Der Autor und seine Frau lasen aus seinem neuem Buch "Die Wüste glimmt". Außerdem gab es die Möglichkeit sich für die Freilassung des Studentenführer Majid Tavakkoli einzusetzen, der wegen seines friedlichen politischen Engagements in Haft sitzt (s.o.).

Was wissen wir wirklich über den Iran? Das Bild, welches die Medien heutzutage von der islamischen Republik zeichnen, wirkt meist sehr eintönig. Ali Schirasi, freier Schriftsteller und politischer Aktivist aus Teheran, arbeitete sechs Jahre an einem Roman, der uns die Augen für Geschichte, Kultur, und Menschen seines Heimatlandes öffnen soll.

Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele Leute zu unserer Lesung gekommen sind und alle Stühle besetzt waren. Danke auch für die zahlreiche Unterstützung für den Studenten Majid Tavakkoli und die Spenden, die uns bei der weiteren Arbeit eine große Hilfe sind.

Jahresversammlung von Amnesty International in Neu-Ulm

Am Pfingstwochenenden haben sich in Neu-Ulm über 500 Mitglieder von Amnesty International in Deutschland zur Jahresversammlung eingefunden und mit zwei öffentlichen Aktionen auf aktuelle Menschenrechtsthemen aufmerksam gemacht, sowie viel diskutiert, debattiert und in Workshops Neues gelernt. Auch von unserer Hochschulgruppe waren vier Leute vor Ort.

Am Tag des Eurovision Song Contest in Baku haben wir alle gezeigt, was wir von der Unterdrückung der Meinungsfreiheit im Gastgeberland des Wettbewerbs halten und forderten die Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen in Aserbaidschan. Schaut euch dazu das Foto unten an: "0 Points" für Menschenrechte in Aserbaidschan. Setzt auch ihr euch für die Meinungsfreiheit in Aserbaidschan ein: http://www.amnesty.de/esc

Auf dem Ulmer Rathausplatz folgte kurz danach die zweite Aufsehen erregende Aktion: Gemeinsam mit der österreichischen Akrobatentruppe "Das Spielvolk" forderten alle Amnesty-AktivistInnen zusammen strikte Regeln für den weltweiten Rüstungshandel, indem wir in einem Flashmob gemeinsam umgefallen sind und "tot" auf dem Boden lagen. Die Chance für einen Waffenhandelskontrollvertrag besteht auf einer UN-Konferenz im Juli, die ein internationales Waffenhandelsabkommen ("Arms Trade Treaty") ausarbeiten soll. Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt. Fordert strikte Kontrollen im weltweiten Waffenhandel: http://www.amnesty.de/att

Clubhausfest "Bombenstimmung"

Am 24. Mai haben wir zusammen mit der Fachschaft Politik unter dem Motto "Bombenstimmung - wir schießen uns ab" das Clubhausfest veranstaltet. Es war ein riesiger Erfolg: Das Haus war voll, wir konnten über 100 Unterschriften sammeln und einiges an Geld für die wichtige Amnesty-Arbeit haben wir auch noch eingenommen. Die Band "Suit Up" hat das ganze Haus zum Tanzen gebracht und die DJs haben die Stimmung anschließend bis um 3 Uhr nachts auf hohem Niveau gehalten. Auch unser Amnesty-Stand im Eingangsbereich war immer wieder Anlaufpunkt von vielen Interessierten oder Neugierigen. Wir haben uns für einen ATT (Arms Trade Treaty), also einen Waffenhandelskontrollvertrag, stark gemacht und den Leuten vor Ort erklärt warum dieser so wichtig ist, wie wir ihn erreichen können und welche Rolle Amnesty bei diesen Verhandlungen spielt. Wenn auch ihr euch über die Kampagne informieren wollt, schaut doch vorbei auf: http://www.amnesty.de/haendehoch und unterschreibt die Petition. Jede Stimme ist wichtig!


Kinofilm "Kahlschlag" im Arsenal

Am Freitag, den 20.04.2012 um 19:00 Uhr zeigte das Kino Arsenal den Film Kahlschlag - Der Kampf um Brasiliens letzte Wälder. Der Film beschäftigt sich mit dem Verlust von Lebensraum infolge der Globalisierung und die Auswirkungen auf die Bevölkerung. Er lässt Betroffene zu Wort kommen anstatt übertrieben Emotionen einzusetzen.

Neben der Filmvorführung war außerdem der Regisseur, Marco Keller, selbst vor Ort sein. Es gab somit die Möglichkeit, mit ihm selbst ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, Anregungen zu erhalten oder auch kontrovers zu diskutieren. Unsere Hochschulgruppe war mit einem Informationsstand vertreten. Dort gab es wie immer vor allem die Möglichkeit geben, sich selbst durch eine Unterschrift stark zu machen.

Auszug der Homepage:
Die Auswirkungen der Globalisierung auf die einst dichten Wälder in Brasilien. Eine Reise ins Detail und eine Begegnung mit Vertriebenen beim Versuch, in ihren zerstörten Lebensraum zurückzukehren.
Kahlschlag - Der Kampf um Brasiliens letzte Wälder erzählt eindrucksvoll von den Auswirkungen einer intensiven und exportorientierten Landwirtschaft auf die Ureinwohner Brasiliens und gibt dem Zuschauer Raum, sich das Thema selbst zu erschließen. Die Protagonisten sprechen von ihrem Schicksal, der Ausbeutung, der Zerstörung ihrer Natur, der Ansiedelung multinationaler Agrargrarkonzerne, aber auch von dem Kampf gegen die Umstände ihres momentanen Daseins. Dabei bleibt der Film nicht negativ, sondern bietet vielfältige Lösungsansätze zu den gezeigten Problemen. Die Brücke, die dabei geschlagen wird, reicht bis nach Europa und kann dem Zuschauer hier neue Lebensstrategien eröffnen. Kahlschlag - Der Kampf um Brasiliens letzte Wälder ist damit ein Film, der trotz seiner höchst komplexen Thematik zu berühren versteht und zu einer gesellschaftlichen Diskussion einlädt.

Weitere Informationen zum Film und einen Trailer findet man unter http://www.kahlschlag-derfilm.de.


Aktionen im Wintersemester 2011/2012


Ägypten - Mahnwache: Militärgerichte für Zivilisten stoppen!

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Am Samstag, 11.02.2012 trotzten wir den frostigen Temperaturen und hielten eine Mahnwache gegen die Verurteilung von Zivilisten durch Militärgerichte in Ägypten. Wir machten mit Postern auf diese Missstände aufmerksam und konnten trotz klammer Finger einige Unterschriften sammeln.

Anlass war der Jahrestag des Rücktritts des damaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak am 11.02.2011. Leider sind Menschenrechtsverletzungen weiterhin an der Tagesordnung. Vor allem die weiter anhaltenden Verurteilungen von Zivilisten vor Militärgerichten, die keinen internationalen Standards gerecht werden, bieten Grund zu Widerspruch und Protest. Besonders deshalb, weil sie massiv zur Unterdrückung der freien Meinungsäußerung und somit häufig gegen Blogger, Journalisten und Aktivisten eingesetzt werden. Deshalb fordern wir die Aufhebung dieser Praxis und die faire Neuverhandlung von bereits gefällten Urteilen.




Free Majid! Mahnwache und Fackellauf



Am Mittwoch, 07.12.2011 trafen wir uns um einen kleinen Fackelzug für Majid Tavakkoli zu veranstalten. Auf dem Holzmarkt schrieben wir Majids Namen auf die Treppen vor der Stiftskirche um die Aufmerksamkeit der Passanten zu erhalten. Dazu sammelten wir Unterschriften auf Postkarten und Petitionen.

Der 07.12. ist der Jahrestag der Protestkundgebung zum iranischen Studententag, an welchem Majid eine Rede hielt. Diese Rede wurde zwei Tage später Anlass seiner dritten und bis heute andauernden Verhaftung. Er ist seit 2 Jahren in Haft, weil er seine Meinungsfreiheit nicht aufgeben wollte, so wie wir ihn nicht aufgeben wollen. Auch im kommenden Jahr werden wir weitere Aktionen für Majid veranstalten und die Solidarität der Menschen hier zustande bringen.




Jugend- und Hochschulgruppentreffen in Freiburg


Belarus: der letzte Henker in Europa

Auch dieses Jahr fand wieder das Jugend- und Hochschulgruppentreffen Jugend@Amnesty statt. Am Wochenende um den 18. November 2011 kamen daher ungefähr 140 Aktive aus Jugend- und Hochschulgruppen zusammen, um sich zu vernetzen, Aktionsideen auszutauschen und inhaltlich fortzubilden. So traf unsere Gruppe beispielsweise auch auf einige Hochschulgruppen, welche sich ebenfalls um Majid kümmern, so dass wir unseren Einsatz nun noch stärker bündeln können.

In verschiedenen Plena wurde zudem die Situation und Entwicklung Amnestys erörtert, Wahlen der Vertreter im Studierendenaktionsnetzwerk (STAN) durchgeführt und sich mit den Gästen aus der Schweiz und Österreich ausgetauscht. Am Samstag gab es eine große gemeinsame Aktion gegen die Todesstrafe in Belarus, dem einzigen Land, welches im geographischen Europa nach wie vor die Todesstrafe verhängt und vollstreckt. Neben beeindruckenden Fotos kamen auch eine Menge Unterschriften zusammen. Auch die lokale Presse war vor Ort.

Außerdem gab es die Möglichkeit, sich durch Workshops mit vielfältiger inhaltlicher Orientierung, fortzubilden. Zur Auswahl standen, unter anderem, Sitzungen zu Rüstungskontrolle, Wirtschaft und Menschenrechte, Todesstrafe, Lybien, Ägypten, Öffentlichkeitsarbeit und einige mehr. Alles in allem war das Treffen, wieder einmal, ein großer Erfolg. Wir danken den Organisatoren aus Freiburg und freuen uns auf das nächste Jahr!


Iranischer Abend


unser leckeres Essen
großes Interesse

Anlässlich unseren Einzelfalls Majid Tavakkoli (siehe oben) haben wir am 15.11. um 20:00 Uhr im Weinkeller des evangelischen Stifts einen iranscher Abend veranstaltet.

Wir hatten mehrere Gäste mit diversen Beitraegen: einen Reisebericht zum Iran, Auszüge aus der praemierten Kurzgeschichte "Sehnsucht nach dem Tod" und Mostafa Ghazizadeh von Amnesty International Nürtingen berichtete über die akuelle Lage im Iran. Die Anzahl der Besucher hat unsere Erwartungen übertroffen und es war toll zu sehen, dass sich so viele Menschen für den Iran interessieren.

Zudem gab es leckeres iranisches Essen, musikalische Beiträge und die Möglichkeit sich mit einem persönlichen Brief oder der Unterschrift einer Petition für die Freilassung von Majid einzusetzen. Danke an alle Mitwirkenden!


Eine Weltladen

Im Moment haben wir im eine Weltladen in der Langen Gasse 64 ein Schaufenster mit Informationen zu Majid gestaltet. Im Laden selbst erhält man Postkarten an Majid und an die Machthaber mit der Forderung in freizulassen.

Dies Universitatis und Alternativer Dies

Am Donnerstag, den 13. Oktober, waren wir wieder sowohl auf dem Dies, als auch auf dem alternativen Dies anzutreffen.

Dieses Jahr haben wir uns für Majid Tavakkoli eingesetzt, einen iranischen Studenten, den wir als Tübinger Gruppe betreuen (siehe oben). Majid wurde zu 9 Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen "Propaganda gegen das System" und hat gesundheitliche Probleme, die im Gefängnis nur unzureichend berücksichtigt werden. Mittlerweile wurde ihm zudem verboten nach der Haft sein Studium wieder aufzunehmen. Außerdem haben wir uns für die Frauen in Afghanistan mit einer Postkarten-Aktion eingesetzt.

Tag gegen die Todesstrafe

Am 10.10. war nun zum 9. Mal internationaler Tag gegen die Todesstrafe.

Dieses Jahr gab es auf dem Holzmarkt eine Mahnwache zum Thema Todesstrafe in Belarus (Weißrussland).

Belarus (Weißrussland) ist der letzte Staat in Europa, der nach wie vor die Todesstrafe verhängt und vollstreckt. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 sollen etwa 400 Personen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sein. Informationen über die Todesstrafe gelten in Belarus als Staatsgeheimnis. Aufgrund der Geheimhaltung gibt es keine verlässlichen Daten über die Anzahl der Todesurteile und Hinrichtungen.

Das Risiko, jemanden unschuldig hinzurichten, ist in Belarus besonders hoch, da das Justizsystem schwere Mängel aufweist. Prozesse finden oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Geständnisse" werden zum Teil unter Folter und Misshandlung erzwungen.

Die Vollstreckung eines Todesurteils erfolgt in der Regel innerhalb von sechs Monaten nach Verhängung der Strafe. Todeskandidaten werden erst direkt vor der Hinrichtung darüber informiert. Daher müssen sie ständig damit rechnen, zur Hinrichtung abgeholt zu werden. Nach Verkündung des Hinrichtungsbefehls wird dem Betroffenen eine Augenbinde angelegt und das Todesurteil unverzüglich durch einen Pistolenschuss in den Hinterkopf vollstreckt; manchmal sind mehrere Schüsse erforderlich. Der Körper des Hingerichteten wird der Familie nicht übergeben. Familien erfahren oft erst nach der Exekution vom Tode ihres Angehörigen, der Bestattungsort wird ihnen aber nicht mitgeteilt.

Weltweit versucht Amnesty bis Mitte November 100.000 Unterschriften zusammenzutragen, die dann an den belarussischen Präsident Lukaschenko geschickt werden. Auch wir konnten einige Unterschriften für diese Petition sammeln.

Fordert die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus. Unterschreibt jetzt die Petition an den belarussischen Präsidenten!

http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8181&d=1

Aktionen im Sommersemester 2011

Noise for Amnesty in Rottenburg am 23. Juli

Am Samstag, den 23. Juli wurde in Rottenburg der Amnesty-Geburtstag ordentlich gefeiert. Wir waren mit einigen Petitionen vor Ort, unter anderem zum Thema "Folter in Ägypten beenden", und konnten dafür auch einige Unterschriften sammeln sowie über Amnesty informieren.

Das Programm sah folgendermaßen aus:

ab 10:00 Uhr: Frühschoppen Weisswurst Frühstück mit den Kornbühlmusikanten aus Salmendingen

ab 12:00 Uhr: Knallifax vor Ort

ab 13:30 Uhr: Bam-Bam-Band rocken für die kleinen, großen Gäste unter uns

von 18:00 bis 23 Uhr: Noise for Amnesty-Konzert auf der Hauptbühne mit Hot Lava (Rottenburg) / Nervous Nellie (Schweden) / Dubioza Kolektiv (Bosnien-Herzegowina)

Clubhausfest "Freedom Tour 2010/2011" im Clubhaus

Am 30. Juni haben wir zusammen mit der Fachschaft Politik das Clubhausfest veranstaltet, diesmal unter dem Motto "Freedom Tour 2010/2011". Thematisiert wurde also der arabische Frühling und genau dafür haben wir uns auch an diesem Abend eingesetzt. Denn neben Bier, Brezeln und Freiheits-Bowle gab es natürlich auch eine Petition, bei der man sich mit einer Unterschrift für ein Ende der Folter in Ägypten einsetzen, die dort leider immer noch alltäglich ist.

Da es im letzten Jahr so gut angenommen wurde, haben wir auch dieses Mal wieder eine Foto-Aktion gemacht; die Fotos werden wir wie eure Unterschrift an die verantwortlichen Personen schicken.

Außerdem gab es wieder ein Spendenbier - diesmal gingen die 50 Cent extra pro Bier an das Center für Folteropfer in Kairo, die dort wichtige Arbeit leisten.

Close Guantanamo - Aktion beim Stocherkahnrennen

Beim diesjährigen Stocherkahnrennen am 23. Juni waren wir beim Schaufahren vor dem eigentlichen Rennen mit einem "Guantanamo-Kahn" mit dabei. Wir haben viel Applaus bekommen und auch einige Unterschriften für den saudischen Staatsbürger 'Abd al Rahim Hussayn Muhammed al Nashiri sammeln können. Al Nashiri befindet sich momentan in Guantanamo, ihm steht möglicherweise die Todesstrafe bevor.

Falls ihr nicht zum Unterzeichnen der Petition kommen konntet, schreibt doch einen Brief! Alle Infos findet ihr hier:

http://amnesty.de/urgent-action/ua-154-2011/drohende-todesstrafe

Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2011

Montag, der 20. Juni, war Weltflüchtlingstag und die Hochschulgruppe hat diesen Tag zum Anlass genommen, um auf die dramatische Lage der Flüchtlinge und die Verantwortung Deutschlands und der EU aufmerksam zu machen. Wir haben auf dem Holzmarkt ein Straßentheater veranstaltet und insgesamt 70 Unterschriften für eine Petition an Innenminister Friedrich sammeln können. Diese Petition kann auch gerne online, unterschrieben werden.

http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=518&d=1

Amnesty wird 50 - großes Festival am 28. Mai 2011

50 Jahre Amnesty International und über 3 Millionen Mitglieder überall auf der Welt - Wenn das kein Grund zum Feiern ist …

Auch in Tübingen wurde der Amnesty-Geburtstag am 28. Mai 2011 auf dem Open-Air-Gelände des Restaurants Afrika groß gefeiert! Das Fest war ein riesiger Erfolg mit vielen Hundert Besuchern.

Es war ein rundum gelungener Tag mit buntem kulturellem Programm, Infoständen und leckerem afrikanischem Essen. Dabei waren verschiedene Tübinger Gruppen und Vereine, die mit dem Publikum den 50sten Geburtstag gefeiert haben und auch für die Unterhaltung der Kleinen gesorgt haben.

Hier ein interessantes Interview mit der Wüsten Welle über den Amnesty Geburtstag: http://lokalmagazin.wueste-welle.de/2011/05/23/amnesty-international-hochschulgruppe-tubingen/

  


Lesung mit Mehmet Desde: "Folter und Haft in der Türkei"

Am Mittwoch, den 11. Mai, hat die Hochschulgruppe um 20 Uhr in der RosaLux Buchhandlung eine Lesung mit Mehmet Desde, der in Türkei in Haft saß und gefoltert wurde, veranstaltet.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg! Die Buchhandlung war voll, etwa 50 Leute kamen um Mehmet Desde zu treffen und an der Lesung teilzunehmen. Zu Beginn führte Maria in die Menschenrechtslage in der Türkei ein und erklärte die Gesetzesgrundlage, wie zum Beispiel das Anti-Terror-Gesetz, auf dessen Grundlage viele Personen in der Türkei (oft zu unrecht) inhaftiert wurden. Wie Desde später ausführte, werden Personen erst verhaftet und dann nach Beweisen und einer Anklage gesucht. Im Anschluss an die Einführung stellte Mehmet Desde sich und seine Geschichte vor und las einige Passagen aus seinem Buch, in dem er seine Erfahrungen niedergeschrieben hat. Schließlich wurde die Möglichkeit zur Diskussion geboten. Nachdem anfangs eine bedrückte und entsetzte Stimmung aufgrund des Unrechts, das Mehmet Desde ertragen musste, in der Buchhandlung herrschte, kamen immer mehr Fragen auf, die Desde gern beantwortete und mit uns diskutierte. Abschließend lässt sich sagen, dass der Abend sehr gelungen war und viele neue Eindrücke über die Türkei und das Einzelschicksal von Mehmet Desde vermittelt hat.

Weitere Informationen zu Mehmet Desde und seinem Buch:

Der deutsche Staatsbürger Mehmet Desde fliegt im Juni 2002 in die Türkei. Dort wird er von Beamten einer Antiterroreinheit verhaftet und vier Tage lang unter dem Vorwurf, Mitglied einer illegalen Organisation zu sein, festgehalten und gefoltert. Nach sechsmonatiger Untersuchungshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis kommt er wieder frei, darf aber das Land nicht verlassen. In einem unfairen Prozess wird Mehmet Desde auf der Grundlage von erfolterten Aussagen schuldig gesprochen. Die juristischen Auseinandersetzungen ziehen sich bis Mai 2007 hin, dann sind in der Türkei alle Rechtsmittel ausgeschöpft und er muss die Haft antreten. Nach einem erzwungenen Aufenthalt von insgesamt sechs Jahren und drei Monaten kann Mehmet Desde im Oktober 2008 wieder nach Deutschland zurückkehren.

Briefe schreiben im Schloßcafé

Am 3. Mai haben wir ab 19 Uhr im Schloßcafé zusammen Briefe geschrieben, um auf die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen zu drängen.

 

1. Mai - Tag der Arbeit

Am 1. Mai waren wir von 11 bis 14 Uhr wieder auf dem Markptplatz, zusammen mit vielen anderen Gruppen, vertreten. Wir haben uns erneut für Gewerkschafter eingesetzt und für zwei Fälle Unterschriften gesammelt. Außerdem gab es wieder leckeren Kuchen zugunsten des Amnesty-Geburtstagsfest am 28. Mai zu kaufen.
Der DGB hat zudem ein Programm angeboten, unter anderem mit der Uni Big Band, einer Hüpfburg und vielem mehr.
In diesem Jahr haben wir uns für Wanderarbeiter in Korea, sowie für Gewerkschafter im Iran eingesetzt. Die Fälle, sowie Appellbriefe finden sich auch hier:http://www.amnesty-gewerkschaft.de/

Kuchenverkauf vorm Clubhaus

Am 20. April haben wir ab 11 Uhr vorm Clubhaus leckeren Kuchen verkauft, um Geld für das Amnesty Geburtstagsfest am 28. Mai zu sammeln!

Vielen Dank an alle die uns durch einen Kuchen, ihren Einkauf oder Spenden unterstützt haben.

Information zu dem Fest und das vollständige Programm findet ihr unter: geburtstag.ai-tuebingen.de

"Trade - Willkommen in Amerika" im Unikino

Am Mittwoch, den 13. April, hat die Hochschulgruppe um 19:30 Uhr in Kooperation mit dem Unikino den Film "Trade - Willkommen in Amerika" im Hörsaal 24 des Kupferbaus gezeigt.

Infos zum Film:

Als die 13jährige Adriana (Paulina Gaitan) in Mexico City von einem Menschenhändlerring auf offener Straße entführt wird, begibt sich ihr 17jähriger Bruder Jorge (Cesar Ramos) auf die dramatische Suche nach ihr. Adriana lernt in dieser verzweifelten Situation die junge Polin Veronica (Alicja Bachleda) kennen, die sich als einzige Beschützerin und Freundin herausstellt. Jorge trifft auf der Suche nach seiner Schwester auf Ray (Kevin Kline), einen texanischen Versicherungspolizisten, der sich mehr und mehr zu einem Verbündeten und Helfer auf der Suche nach Adriana entwickelt. Die beiden kommen dabei den Mechanismen des modernen Menschenhandels auf die Spur und müssen sich auf ein gefährliches Spiel einlassen, das existentiell zu werden droht...

"Trade – Willkommen in Amerika" wurde im Rahmen des Filmfest München 2007 mit dem Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet und erhält am 12. Oktober den Cinema For Peace – Special Award im Rahmen der Verleihung des Hessischen Filmpreises. Marco Kreuzpaintner gehört zu den markantesten jungen deutschen Regietalenten. Mit seinen Filmen "Ganz und gar" und "Sommersturm" bewies er eindrucksvoll, dass er die Gefühlswelt der jüngeren Generation auf stimmige und nachhaltige Weise inszenieren kann. Dies war der entscheidende Grund, ihm als Regisseur dieses außergewöhnliche Filmvorhaben "Trade – Willkommen in Amerika" anzuvertrauen.
Roland Emmerich gehört seit Jahren zu den Regisseuren, die das amerikanische Kino der Gegenwart prägen. Mit Filmen wie "Independece Day", "Der Patriot", "Godzilla" und "The Day After Tomorrow" schuf er Blockbuster für Millionen Kinofans weltweit. Für sein Herzensprojekt "Trade – Willkommen in Amerika" wählte er Marco Kreuzpaintner als Regisseur, weil er überzeugt war, dass er der Richtige für diese dramatische und aufwühlende Geschichte ist.

Ausstellung "Bootsflüchtlinge" vom 9. April bis 6. Mai im LTT

In Kooperation mit dem Landestheater Tübingen zeigt Amnesty International Tübingen im Foyer des LTT die Wander-Ausstellung „Bootsflüchtlinge“. Die AI-Ausstellung ist erstmals Ende Dezember 2008 in Wolfsburg gezeigt worden und wandert seitdem durch die Republik. Sie besteht aus 31 Exponaten zum Thema Flüchtlingspolitik und Flüchtlingsproblematik in der Europäischen Union, insbesondere zur Situation der Flüchtlingsströme im Mittelmeer und zur Rolle der europäischen Abschottungsorganisation Frontex.

Vernissage:

Am 9.4. um 11.00 Uhr eröffneten wir die die Ausstellung gemeinsam mit Gudrun Sidrassi-Harth, Landesbeauftragte für politische Flüchtlinge und ihrem Mann, dem Kultur- und Literaturprofessor Prof. Dr. Dietrich Harth. Beide engagieren sich seit vielen Jahren für Flüchtlinge und sind für unterschiedliche Netzwerke aktiv.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Mai im Landestheater Tübingen zu sehen und kann jederzeit besucht werden. Vor Ort gibt es außerdem Informationsmaterialien zum Mitnehmen. Wir freuen uns sehr über zahlreiche Besucher und Interessierte.

Im Landestheater ist zur gleichen Zeit das Stück "Letztes Territorium" zu sehen, das sich ebenfalls mit der Flüchtlingsproblematik auseinandersetzt. In Anne Habermehls Stück bringt der algerische Flüchtling Mehdi das Leben einer schwäbischen Kleinfamilie durcheinander. Mehr Informationen zu dem sehenswerten Stück finden sich hier: http://www.landestheater-tuebingen.de/spielplan/letztes-territorium-2128/


Aktion im Wintersemester 2010/11

Konzertlesung am 2. April mit Urs M. Fiechtner & Sergio Vesely im Sudhaus - „Dass Wir heute frei sind…“

In diesem Jahr wird die größte und einflussreichste Menschenrechtsbewegung der Welt 50 Jahre alt: Amnesty International. Aus diesem Anlass erscheint im Verlag Sauerländer ein sehr vielseitiges Lesebuch für Jugendliche und Erwachsene mit Originalbeiträgen von Schriftstellerinnen, engagierten Jugendlichen und Insidern, herausgegeben von den erfahrenen Autoren und Amnesty-Experten Urs M. Fiechtner und Reiner Engelmann, die bereits seit Jahrzehnten über Themen rund um die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen publizieren. Mitgearbeitet haben u.a. der renommierte Journalist und Mitbegründer der Deutschen Sektion Gerd Ruge, Belletristiker/innen wie Charlotte Kerner, Uschi Flacke, Sakir Bilgin und Nasrin Siege, prominente Amnesty-Vertreter wie Larissa Probst und Stefan Kessler, Menschenrechtsexperten wie Ingo Jacobsen und Mathias John, ehemalige politische Gefangene wie der in der DDR inhaftierte Roland Brauckmann sowie Mitglieder aus den Jugend- und Hochschulgruppen von Amnesty. Ihre Erzählungen, Fallschilderungen und autobiographischen Geschichten bieten einen Blick hinter die Kulissen der weltweiten Menschenrechtsbewegung, berichten über die spannenden Möglichkeiten, sich für die Durchsetzung der eigenen Rechte einzusetzen und richten einen Scheinwerfer auf diejenigen Konflikte rund um die Menschenrechte, die in der Öffentlichkeit sonst kaum behandelt werden. Das literarisch sehr abwechslungsreiche Buch richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern ausdrücklich auch an Jugendliche. Der Mitherausgeber Urs M. Fiechtner stellte das Buch gemeinsam mit dem chilenischen Sänger und ehemaligen politischen Gefangenen Sergio Vesely im Rahmen einer Konzertlesung vor und berichtete aus der 50jährigen Erfahrung von Amnesty International im Kampf um die Menschenrechte.

Iranisches Neujahrsfest

Am 26. März hat der kurdische Verein Urkesh in Tübingen das iranische Neujahrsfest gefeiert. Zusammen mit der Amnesty Gruppe Nürtingen haben wir an dem Abend an den Feierlichkeiten teilgenommen und uns für vier iranische Aktivisten eingesetzt. Für drei davon, für Emadeddin Baghi, Hengameh Shahidi, und Majid Tavakkoli hatten wir uns bereits im Rahmen des Kinofilms "The Green Wave" eingesetzt. Die Amnesty Gruppe Nürtingen hat zusätzlich den Einzelfall von Ronak Safarzadeh, den sie durch Briefe und Unterschriften unterstützen.
Wir haben am 26. März Unterschriften für diese vier bedrohten iranischen Aktivisten gesammelt und freuen uns auch wenn noch viele andere zusätzlich Briefe für die Aktivisten schreiben. Genauere Infos zu den Fällen gibt es auf amnesty.de oder wir schicken Ihnen bei Interesse auch Briefvorschläge zu. Einfach eine E-Mail an hsg@ai-tuebingen.de senden.

Diskussion über die Menschenrechtslage in China und Liu Xiaobo auf der Wüsten Welle

Am Sonntag, den 20. März, hat es um 14 Uhr auf der Wüsten Welle das Gedicht "Warte auf mich mit dem Staub" von Liu Xiaobo sowie die Charta 08 von mehreren chinesischen Menschenrechtlern, die Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte in China fordern, zu hören gegeben.

Die Lesung fand anlässlich des world wide reading des Literaturfestivals Berlin statt. Der Appell kann hier unterzeichnet werden: http://www.literaturfestival.com/service/das_festival/sonderprojekte/Appell-Freilassung-Liu-Xiaobo

"The Green Wave" im Kino Arsenal

Am 9. März 2011 hat sich die Hochschulgruppe Tübingen zusammen mit der neuen Jugendgruppe und allen anderen Interessierten um 18 Uhr den Film "The Green Wave" im Kino Arsenal angeschaut. Im Anschluss haben wir Petitionen ausgelegt und Unterschriften für Emadeddin Baghi, Hengameh Shahidi, und Majid Tavakkoli gesammelt, damit die Proteste im Iran nicht in Vergessenheit geraten.

Infos zum Film: Grün ist die Farbe der Hoffnung. Grün ist die Farbe des Islams. Und Grün war das Erkennungszeichen der Anhänger von Präsidentschaftskandidat Mir Hossein Mussawi, der im letzten Jahr zur Symbolfigur der „grünen Revolution“ im Iran aufstieg. Die Präsidentschaftswahlen am 12. Juni 2009 sollten einen Wechsel bringen, aber entgegen aller Erwartungen wurde der ultrakonservative Populist Mahmud Ahmadineschad im Amt bestätigt. So deutlich das Ergebnis ausfiel, so laut und berechtigt waren dann auch die Vorwürfe der Wahlmanipulation, aber die anhaltenden „Wo ist meine Stimme?“-Protestdemonstrationen wurden von staatlichen Milizen immer wieder mit brutalen Übergriffen aufgerieben und aufgelöst. Private Aufnahmen von Handys oder Fotokameras zeugen von dieser maßlosen Gewalt: Menschen werden verprügelt, erstochen, erschossen, verhaftet, verschleppt, manche verschwinden spurlos. Zahllose Tote, Verletzte und Folteropfer, und eine weitere tiefe Wunde im Herzen der Iraner bleiben zurück.
Als bewegende Dokumentarfilm-Collage bebildert „The Green Wave“ das dramatische Geschehen und erzählt von den Gefühlen der Menschen hinter der Revolution. Facebook-Nachrichten, Twitter-Botschaften und eingestellte Internetvideos flossen in die Gestaltung des Filmes ein, und Hunderte echte Blogeinträge dienten als Vorlage für die Erlebnisse und Gedanken zweier junger Studenten, deren Geschichte sich als roter Faden durch den Film zieht. Von ihrer anfänglichen Hoffnung und Neugier bis zu ihrer verzweifelten Angst und dem Mut, trotzdem weiter zu kämpfen.
Diese fiktiven ‚Handlungsstränge’ wurden als Motion Comic animiert - eine Art bewegter Comic – und umrahmen die hautnahen Bilder der Revolution und die Interviews mit bedeutenden Menschrechtlern und Exil-Iranern. Ali Samadi Ahadis Dokumentarfilm ist eine hoch aktuelle Chronik der ‚grünen Revolution’ und ein Denkmal für all jene, die an mehr Freiheit glaubten und dafür ihr Leben ließen.

100. Weltfrauentag am 8. März

Am Weltfrauentag am Dienstag, 8. März 2011, hat die Hochschulgruppe am "Holzmarktspektakel" des Frauenprojektehaus teilgenommen. Es gab von 15:00 bis 17:30 Uhr Stände der verschiedenen Gruppen, einen Kuchenverkauf, eine Jazzband sowie kleine Theateraufführungen der Frauentheatergruppe Purpur und Aufführung eines Dialogs mit Clara Zetkin.

Die Hochschulgruppe hat sich für Mädchen und Frauen in Nicaragua, die Opfer sexueller Gewalt wurden, eingesetzt. Wir haben etwa 120 Postkarten an den Präsidenten Nicaraguas, sowie Briefe an das Familienministerien und die Verantwortlichen der Polizei geschrieben

Vergewaltigung und sexueller Missbrauch sind weitverbreitete Verbrechen in Nicaragua. Die Mehrzahl der Opfer ist jünger als 17 Jahre, 90 Prozent der Täter sind Familienangehörige. Zu 14.000 polizeibekannten Vergewaltigungen zwischen 1998 und 2008 kommt eine ungleich höhere Dunkelziffer, weil sexuelle Gewalt weiterhin ein Tabu ist und zumeist in der Familie stattfindet. Die Regierung unterhält keine Programme, die öffentlich sexuelle Gewalt thematisieren und die soziale Stigmatisierung zu durchbrechen versuchen. Die nicaraguanische Regierung verletzt das Recht dieser Mädchen, indem sie sie nicht vor sexueller Gewalt schützt, die Opfer nicht unterstützt und ihnen keine Hilfe anbietet, um wieder ein normales Leben zu führen.

Wir fordern die Regierung mit unseren Schreiben dazu auf einen Regierungsplan zu entwerfen und zu implementieren, um Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch zu verhindern und hierfür die notwendigen Ressourcen bereitzustellen. Dieser Plan muss Maßnahmen vorsehen, um die Opfer vor Missbrauch zu schützen, ihnen Entschädigungen zuzusichern und die Straftäter zur Rechenschaft zu ziehen. Nur so können die Opfer wieder Hoffnung schöpfen und ihr Leben wieder selbst gestalten. Außerdem fordern wir den Präsidenten auf, das Gesetz von 2008 abzuschaffen,das Schwangerschaftsabbrüche egal unter welchen Umständen verbietet. Nur so können Mädchen, die in Folge einer Vergewaltigung schwanger geworden sind, selbst entscheiden, ob sie die Schwangerschaft fortsetzen wollen oder nicht – ohne dass ihnen Haft droht.

Kuchenverkauf 25. Februar 2011

Am Freitag, den 25. Februar 2011, gab es ab 9:30 Uhr beim Holzmarkt leckeren Kuchen zugunsten von Amnesty International zu kaufen!
Es gab unter anderem Schokokuchen, Rotweinkuchen, Marmorkuchen, Nussecken und vieles mehr. Vielen Dank an alle die uns mit ihrem Einkauf und ihren Spenden unterstüzt haben.

Die HSG auf der Wüsten Welle

Am Montag, 14.02.11 sind wir der Einladung der Wüsten Welle, ein freier Radiosender aus Tübingen, gefolgt und waren zu Gast im Lokalmagazin. Die Fragen drehten sich vor allem um die Aktionen zu Ägypten, weiteren Aktionen der Hochschulgruppe, aber auch um Amnesty und die Menschenrechtsarbeit ganz allgemein.
Hier findet ihr das volle Interview zum reinhoeren. http://lokalmagazin.wueste-welle.de/wp-content/uploads/2011/02/ai-tuebingen.mp3

Ägypten: Global Day of Action 12.02.2011

Seit dem es in Ägypten, nach dem 25.01.2011, zu Protesten gegen die Regierung und für mehr Menschenrechte gekommen ist, sind weiterhin willkürliche Verhaftungen und exzessive Gewalt an der Tagesordnung.

...Der 04. Februar hat gezeigt, dass auch Menschenrechtler in Ägypten vor diesen Bedrohungen nicht sicher sind und oftmals daran gehindert werden, ihrer Arbeit sinnvoll nachzugehen.

Amnesty International hat deshalb zu einem Global Day of Action aufgerufen und weltweit Aktionen zum Schutz der Menschenrechte in Ägypten durchgeführt.

Die Tübinger Amnesty-Gruppen waren mit einem Stand auf dem Holzmarkt von 12:00 - 14:00 Uhr vertreten. Es gab diverses Info-Material und Petitionslisten, damit wir den öffentlichen Druck aus aller Welt auf die Machthaber in Ägypten weiter konstant hochhalten können.

Schön, dass so viele vorbei gekommen sind und uns unterstützt haben.

Mahnwache am 04.02.2011, 14-16 Uhr: Ägypten - Keine Misshandlungen!

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Seit dem Anfang der Proteste am 25.01.2011 in Ägypten sind bis zu unserer Mahnwache über 1000 Demonstranten beliebig festgenommen, darunter einige sogar getötet worden. Amnesty International kritisiert diese Situation scharf und rief daher eine Urgent Action (Eilaktion) ins Leben, die wir mit dieser Mahnwache unterstützen wollten.
Urgent Action: https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-015-2011/keine-misshandlungen

Wir haben versucht, die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Situation in Ägypten zu lenken und Unterschriften auf Postkarten für unsere Forderungen zu sammeln.
Wir fordern vom Innenminister des Landes:

  • Die Polizeikräfte zu zügeln und unverhältnismäßige Gewaltanwendung zu unterbinden.
  • Die Menschenrechte der Demonstranten zu achten
  • Vorfälle von Menschenrechtsverletzungen, insbesondere der Tötungen zu Untersuchen
  • Alle Gefangenen entweder mit einem international anerkannten Verbrechen anzuklagen oder freizulassen.

Amnesty International setzt sich grundsätzlich nicht für Regimewechsel ein.

Info-Abend für Schüler und Jugendliche

Letzten Freitag gab es, wie angekündigt, einen Info-Abend für Schüler. Wir haben uns sehr gefreut, dass viele Jugendliche sich auf den Weg ins Carlo-Schmid-Gymnasium machten und interessiert an der Veranstaltung teilnahmen. Nach einer kleinen Kennenlernphase gab es einen Vortrag, in welchem die Schüler mehr über unsere Organisation erfuhren.
Was ist Amnesty? Was sind Menschenrechte? Wie schützt man Menschenrechte effektiv? Was bringt eigentlich das Briefe Schreiben und Sammeln der Unterschriften? Diese Fragen haben wir mit den Schülern diskutiert und zu beantworten versucht. Wir sind alle besonders froh, dass die Antwort dieser Frage die Schüler motiviert hat, ein erstes Gruppentreffen festzulegen.
Weitere Informationen zur Jugendgruppe gibt es hier: http://www.ai-tuebingen.de/Jugendgruppe/Homepage

Kuchenverkauf im Brechtbau am Mittwoch, 26. Januar

Am Mittwoch, den 26. Januar, haben wir von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr sehr erfolgreich sieben Kuchen im Eingangsbereich des Brechtbaus (Wilhelmstraße 50) verkauft. Viele Leute kamen vorbei und haben ein Stück Kuchen für den guten Zweck gegessen!

Kinofilm "Sturm" im Unikino am 19. Januar 2011

Am 19. Januar hat die Hochschulgruppe von Amnesty um 20 Uhr im Unikino den Film "Sturm" gezeigt. Der Spielfilm "Sturm" (Deutschland/Dänemark/Niederlande 2009) des deutschen Regisseurs Hans-Christian Schmid hat den Amnesty International Filmpreis auf der 59. Berlinale gewonnen. Der Film lief im Wettbewerb des Festivals.

"Hans-Christian Schmid ist es gelungen, ein abstraktes Thema - die juristische Aufarbeitung von schweren Menschenrechtsverbrechen - emotional bewegend darzustellen, ohne dabei den politischen Tiefgang zu verlieren", begründete der Regisseur Pepe Danquart, Mitglied der diesjährigen Amnesty-Filmpreis-Jury, die Entscheidung. "Das Geschiebe und Geschachere auf diplomatischer Bühne und den oft riskanten persönlichen Einsatz gegen individuelles Unrecht und für die Menschenrechte in einer spannenden Filmhandlung zu verbinden, ist eine große Leistung, die wir mit dem Amnesty International Filmpreis 2009 auszeichnen."

Sturm zeigt die vielfältigen Widrigkeiten internationaler Strafjustiz. Vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist ein ehemaliger Befehlshaber der jugoslawischen Armee angeklagt, für Massenvergewaltigungen und Erschießungen bosnischer Zivilisten verantwortlich zu sein. Zeugen sterben, andere haben Angst, auszusagen. Die Zulassung einer in Deutschland lebenden Zeugin wird zum dramatischen Höhepunkt.

Clubhausfest am 9. Dezember unter dem Motto "Make some noise"

Am 9. Dezember fand zum zweiten Mal das Clubhausfest von Amnesty International zusammen mit den Fachschaften der katholischen und evangelischen Theologie statt. Dieses Mal war das Motto "Make some noise" und wir hatten neben zwei DJs, die Tanzmusik aufgelegt haben, auch zwei Live Bands. Zuerst war Kalin mit Jazz und Gypsy-Musik zum Abtanzen und danach Kommando Feirefiz mit Rockmusik zu hören.

Inhaltlich haben wir uns diesmal mit dem, rund um den Tag der Menschenrechte am 10.12. stattfindenden Briefmarathon, beschäftigt. Beim Clubhausfest konnten alle Gäste und Feiernde eine Postkarte für Norma Cruz unterschreiben und an unserer Fotoaktion teilnehmen, um Norma Cruz zu helfen, sich gegen Gefährdung ihres Lebens und Bedrohungen zu wehren.
Weitere Informationen zum Fall von Norma Cruz und zu den anderen Fällen, die beim Briefmarathon thematisiert werden, findet Ihr hier: http://www.amnesty.de/briefmarathon

Stand auf dem Schokomarkt am 4. Dezember

Alle Tübinger Gruppen haben auch dieses Jahr wieder zusammen einen Stand auf dem Schokomarkt organisiert. Dort wurden Unterschriften für den Briefmarathon gesammelt, was mit 119 Unterschriften für Norma Cruz/Guatemala, 114 für Saber Ragoubi/Tunesien, 119 für Femi Peters/Gambia und 117 für Su Su Nway/ Myanmar sehr erfolgreich war. Eine besonders schönes Erlebnis war, dass Femi Peters nur wenige Tage darauf aus der Haft entlassen wurde. So schnell kann unser und Ihr/dein Einsatz Wirkung zeigen. Das macht einem doch Mut immer wieder weiter zu machen und nicht aufzugeben!
Auch das Schwäbische Tagblatt berichtete über den erfolgreichen Amnesty-Einsatz: http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Prompt-Freilassung-nach-Amnesty-Aktion-_arid,120913.html

Flashmob zur Polizei-Kampagne in der Mensa Wilhelmstraße

Am Donnerstag, 25. November 2010, haben wir mit etwa 20 Leuten einen Flashmob in der Mensa Wilhelmstraße veranstaltet. Wir wollten damit auf die aktuelle Polizei-Kampagne von Amnesty International und die damit verbunden Forderungen aufmerksam machen. Amnesty fordert die Erkennbarkeit durch individuelle Kennzeichnung sowie Aufklärung durch unabhängige Untersuchung.
Die Reaktion auf den Flashmob war sehr positiv und wir konnten nach der Aktion auch noch etwa 60 unterschriebene Postkarten einsammeln. Auch unser Tatort erweckte das Interesse von einigen Passanten. Nähere Informationen zu der Kampagne finden sich hier: http://www.amnestypolizei.de/

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Jugend@Amnesty vom 19. bis 21. November in Mannheim

Vom 19. bis 21. November 2010 fand in Mannheim das bundesweite Jugend- und Hochschulgruppen-Treffen statt, bei dem Vertreter aller 140 deutschen Jugend- und Hochschulgruppen von Amnesty eingeladen waren. Auch eine kleine Gruppe aus Österreich und einige Jugendliche aus der Schweiz kamen extra angereist um sich mit der Jugend der deutschen Sektion auszutauschen. Alle Veranstaltungen fanden im schönen Mannheimer Schloss statt und untergebracht waren wir in der Johannes-Kepler-Schule. In verschiedenen Workshops konnten wir uns zum Beispiel über Folgendes informieren: die Polizeikampagne, Asylarbeit und Flüchtlingspolitik, die Strukturen von Amnesty, Benefizkonzerte zugunsten von Amnesty, und Menschenrechte im Spannungsfeld von Wirtschaftsbeziehungen und Rüstungstransfers.
Außerdem haben wir eine Foto-Aktion zum aktuellen Briefmarathon veranstaltet, bei der viele Fotos und auch Videomaterial entstanden ist. Mit der Aktion setzten wir uns für Norma Cruz, Saber Ragoubi, und Su su Nway ein. Wir werden die einzelnen Fälle auch bei unserem Stand auf dem Schokomarkt am 4. Dezember aufgreifen und hoffen darauf, dass viele Briefe geschrieben werden. Ab dem 4. Dezember können Sie auch online am Briefmarathon teilnehmen unter: http://www.amnesty.de/briefmarathon
Das Wochenende mit den Jugendlichen aus vielen verschiedenen Städten war ein großer Erfolg und hat uns viele neue Ideen und Impulse gegeben.

Mahnwache zum Flüchtlingsschutz

Am 13.11. haben wir von 14-16 Uhr auf der Neckarbrücke eine Mahnwache zum Thema „Ohne Chance auf Asyl“ - Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen veranstaltet. Dabei konnten wir 100 unterschriebene Postkarten einsammeln und an unseren Innenminister, Thomas de Maizière, schicken.

Wir haben uns im Rahmen der Mahnwache und mit den Postkarten für folgendes eingesetzt:

- dass alle Flüchtlinge auf dem Gebiet der EU und an ihren Außengrenzen Zugang zu einem fairen Asylverfahren erhalten.
- dass alle Mitgliedstaaten der EU ihrer Verantwortung im Rahmen der Genfer Flüchtlingskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention nachkommen.
- dass die EU-Mitgliedstaaten, die an den Außengrenzen die Menschenrechte von Asylsuchenden verletzen, zur Verantwortung gezogen werden.
- dass die Arbeit von Grenzbeamten und Frontex-Mitarbeiter/innen einer wirksamen demokratischen Kontrolle durch das EU-Parlament unterstellt wird.
- dass die Verfahrensregeln über den Umgang mit Flüchtlingen auf hoher See konsequent und flüchtlingsfreundlich angewendet werden.
- dass alle EU-Mitgliedstaaten gleichermaßen faire Asylverfahren sowie die Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden gewährleisten.

Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben und sich dafür eingesetzt haben, dass der Flüchtlingsschutz sowohl in Deutschland als auch an den EU-Außengrenzen verteidigt und gewahrt wird.

Dies Universitatis und Alternativer Dies

Auch dieses Jahr waren wir wieder auf dem Dies Universitatis in der Neuen Aula, einem Markt der studentischen Gruppen, vertreten. Hier stellen sich studentische Gruppen und Einrichtungen der Universität den neuen Studenten und Interessierten vor. Auch auf dem Alternativen Dies im Clubhaus konnte man einen Stand von Amnesty International finden. Es haben sich einige Leute für unsere Arbeit interessiert und vor allem über die neue Polizei-Kampagne wurde viel an unserem Stand diskutiert. Für unsere zwei Petitionen, die Polizeikampagne und die Steinigung wegen Ehebruchs im Iran, konnten wir einige Unterschriften sammeln.

Aktion im Sommersemester 2010

Briefe schreiben im alten Botanischen Garten am 19.7.

Am Montag den 19.7. haben wir ab 16.00 Uhr gemeinsam mit Freunden und Interessierten Briefe für die beiden Menschenrechtler Ali Ben Salem aus Tunesien und Wandile Dludlu aus Swasiland geschrieben. Beide werden aufgrund ihrer Arbeit für die Menschenrechte von der Polizei unter Druck gesetzt, Wandile Dludlu wurde sogar gefoltert. Es war schön, dass sich einige für unsere Arbeit interessiert haben und mit uns im Alten Botanischen Garten Briefe an die jeweils verantwortliche Regierung geschrieben haben, und sich damit für Ali Ben Salem und Wandile Dludlu eingesetzt haben.

Troy Davis Mahnwache am 23.6.

Am Mittwoch, den 23. Juni, haben wir auf der Neckarbrücke eine Mahnwache veranstaltet, mit der wir auf den Fall von Troy Davis aufmerksam machen wollten. Troy Davis war 1991 des Mordes an dem Polizisten Mark Allen MacPhail schuldig befunden worden, obwohl die Behörden nie eine Tatwaffe vorweisen oder Spuren finden konnten, die Davis mit der Tat in Verbindung gebracht hätten. Drei Mal stand seine Hinrichtung aufgrund des Mordvorwurfes kurz bevor und wurde doch jedes Mal wieder aufgeschoben. Seit 18 Jahren sitzt Troy Davis nun bereits in der Todeszelle. Sieben der ursprünglich neun Zeugen haben ihre damals gemachten Aussagen später zurückgezogen oder geändert. Es wird vermutet, dass einer der verbliebenen Zeugen der eigentliche Täter ist.
Amnesty International setzt sich für eine Begnadigung Davis' ein und möchte vor allem vor der erneuten Anhörung am 23.6. auf der ganzen Welt Aktionen veranstalten, die auf Davis' Schicksal aufmerksam machen. Auch wir möchten uns daran beteiligen und haben daher ab 16 Uhr am 23.6. über die Todesstrafe und über Davis' Fall informiert.

Eine Online-Petition gibt es unter: http://takeaction.amnestyusa.org/siteapps/advocacy/index.aspx?c=jhKPIXPCIoE&b=2590179&template=x.ascx&action=12970

Menschen aus vergessenen Ländern dieser Erde mit Kapitän Schmidt von der "Cap Anamur" im Landestheater Tübingen am 12.06.

Das Landestheater Tübingen beschäftigt sich in einer neuen Reihe mit vergessenen Ländern und Personen, die es nur selten in unsere Medien schaffen. Oft gelingt es ihnen erst durch verzweifelte Aktionen auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Am Samstag, den 12.06. ging es um 22 Uhr um die Flüchtlingsproblematik. Stefan Schmidt, der Kapitän der "Cap Anamur", nahm 37 afrikanische Flüchtlinge auf seinem Schiff auf, um sie aus Seenot zu retten, wofür er 2004 wegen „Beihilfe zur illegalen Einreise“ angeklagt wurde. Schmidt sprach im LTT über seine Erfahrungen und seine Sichtweise der Dinge.
Wir waren mit Informationen zu Aktionen von Seiten Amnesty Internationals vor Ort und gaben den Zuhörern durch unsere Petitionen die Möglichkeit sich sowohl für bessere Bedingungen in den Flüchtlingslagern, als auch für die Anerkennung der Rechte der Flüchtlinge einzusetzen.
An dieser Stelle möchten wir auch dem Landestheater Tübingen für die nette Zusammenarbeit danken.

Nähere Informationen zu der Reihe im LTT finden Sie hier: http://www.landestheater-tuebingen.de/spielplan/vergessene-l-auml-nder-dieser-erde-2516

Stand beim Stocherkahnrennen am 03.6.

Beim Stocherkahnrennen waren wir auf der Neckarinsel mit einem Stand vertreten, um über unsere Arbeit zu informieren. Sehr erfolgreich war für uns besonders, dass wir dabei 90 Unterschriften für die Petition zum Fall von Wandile Dludlu sammeln konnten.
Wandlile Dludulu ist ein Student aus Swasiland, der im September 2009 nach einer Protestveranstaltung des Gewerkschaftsverbandes COSATU (the South African Congress of Trade Unions) widerrechtlich inhaftiert und gefoltert wurde. Wandile legte daraufhin eine offizielle Beschwerde ein, die allerdings abgewiesen wurde. Im Oktober 2009 erhob er schließlich eine Zivilklage wegen der erlittenen Schäden. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Mehr Informationen zum Stand der Menschenrechte in Swasiland gibt es hier: http://www.amnesty.de/jahresbericht/2010/swasiland

1. Mai - Tag der Arbeit

Wie letztes Jahr haben wir am 1.5. auf die Situation von Gewerkschaften und ihren Mitgliedern, die aufgrund ihres Engaments bedroht sind, aufmerksam gemacht. So sammelten wir auf dem Marktplatz in Tübingen erneut Unterschriften für verfolgte Gewerkschafter in Vietnam und dem Iran.

Aktion im Wintersemester 2009/10

Internationaler Tag der Rechte der Frau (8.3.)

Bereits am Sonntag, den 7.3.2010, haben wir im Rahmen des Gottesdienstes in der Stiftskirche auf das Leiden der Frauen in Burkina Faso aufmerksam gemacht. Burkina Faso hat die höchste Müttersterblichkeit weltweit, dort sterben jedes Jahr mehr als 2.000 Frauen in der Schwangerschaft und bei der Geburt. Das sind im Schnitt mindestens fünf Frauen pro Tag. Ihr Leben und das ihrer Kinder könnte in den meisten Fällen gerettet werden.
Amnesty international hat zu diesem Thema eine große Kampagne gestartet, die auch eine online Petition beinhaltet: http://www.amnesty.de/petition/2010/3/gegen-die-muettersterblichkeit-burkina-faso?destination=campaign%2F665%2F739

Informationsveranstaltung am 26.2.2010: Menschenrechte in Honduras

Zwei Aktivisten der honduranischen Zivilgesellschaft, Bertha Oliva de Nativí und Jesús Graza, berichteten auf Einladung mehrerer Organisationen, darunter FIAN und amnesty international, über die Situation ihres Landes nach dem Putsch im Sommer 2009. Jesús Graza schilderte die Hintergründe des Putsches in seinem Land und korrigierte die in den Massenmedien meist deutlich verkürzte Darstellung. Bertha erzählte von der aktuellen Situation in Honduras und den zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, die von der Regierung begangen werden. Sehr eindringlich war dabei die Präsentation einzelner Schicksale von Menschen, die in den letzten Monaten ermordet oder auf Demonstrationen von Staatskräften misshandelt wurden. Schlussendlich appelierten die beiden an die Solidarität der Zuhörenden und betonten die Bedeutung der Unterstützung der protestierenden Zivilgesellschaft in Honduras durch die internationale Gemeinschaft.

Mahnwache am 20.2.2010 - Wohnen in Würde

Im Rahmen der Demand Dignity Kampagne von amnesty international haben wir auf die Problematik von Zwangsverteibungen und Umsiedlungen aufmerksam gemacht. Dazu haben wir Postkarten an die Botschafter der Länder Kambodschia und Kenia gesammelt, auf denen Entschädigung für die Opfer der Zwangsräumungen und ein Ende dieser menschenunwürdigen Praxis gefordert wird.

Clubhausfest am 10.12.2009

Die größte Aktion des Wintersemesters planten und veranstalteten wir am 10.12., dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Zusammen mit der katholischen und evangelischen Fachschaft, sowie mit Terre des Femmes veranstalteten wir eine große Menschenrechtsparty, um Tübinger Studierende auf das Thema Menschenrechte aufmerksam zu machen. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg, vielleicht gerade deshalb, da wir durch eine neue und originelle Aktionsform junge Leute ansprechen konnten. Wir konnten erneut viele Postkarten für unsere Darfur-Aktion sammeln und vielen InteressenteInnen von unserer Arbeit berichten. Durch viele Plakate, ausgelegte Info-Materialen, und einer Plakatreihe mit Menschenrechts-Lebenslauf als Blickfang gelang es uns unserem Thema Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die katholische Fachschaft hat uns nach dem Fest einen Teil des Erlöses (etwa 200 Euro) gespendet.

Tanzen für die Menschenrechte Postkartenaktion
Die Menschenrecht: Ein Bund fürs Leben Das Recht auf Bildung

Mahnwache am 21.11. - Krise in Darfur

Nachdem wir bereits im Sommersemester eine Veranstaltung zu der Lage im Sudan unterstützt hatten, informierten wir dieses Semester die Passanten auf der Neckarbrücke über die dort andauernde Krise. Es gelang uns innerhalb kurzer Zeit viele Unterschriften an die Tübinger Bundestagsabgeordneten zu sammeln, um ein größeres deutsches Engagement in Darfur einzufordern. Informationen zu weiteren amnesty Aktionen zum Thema Sudan: http://www.amnesty.de/presse/2010/1/5/einladung-zur-weltweiten-aktion-fuer-frieden-im-sudan?destination=node%2F3018

Dies Universitatis und Alternativer Dies am 22.10.

Auch dieses Jahr waren wir wieder auf dem Dies Universitatis in der Neuen Aula und auf dem Alternativen Dies im Clubhaus vertreten. Wir haben viele StudienanfängerInnen und Interessierte für unsere Arbeit begeistern können und sowohl Informationsmaterialien, als auch Anklagen-Hefte verteilt.

Aktion im Sommersemester 2009

Mahnwachen am 11.7. und 1.8. - Folter in Russland

Obwohl Folter in Russland gesetzlich verboten ist, ist sie in vielen Polizeistationen Realität. Gerade auf dem Land sehen schlecht ausgebildetet Polizisten körperliche Misshandlungen als schnellsten Weg zum Geständnis an. Wir haben in Tübingen versucht mit einer Mahnwache auf diesen Misstand aufmerksam zu machen. Mit Schildern, auf welchen Beispiele für die Zustände in Russland genannt wurden, war die Aktion auf der Neckarbrücke nicht zu übersehen und innerhalb einer Stunde unterschrieben viele Leute Postkarten an den russischen Präsidenten Medwedew mit der Aufforderung, sich für eine Verbesserung der Situation einzusetzen.

Informationsveranstaltung am 9.7. - DARFUR KRISE

Amnesty international unterstütze mit vielen anderen Gruppen wie Terre des femmes und FIAN eine Informationsveranstaltung im Kupferbau zur Lage in der westsudanesischen Region Darfur. Der Dokumentarfilm "Sand und Tränen" informierte zur Lage im Sudan, anschließend hielt die Studentin Andrea Rüdiger einen Vortrag zu den Reaktionen und Verpflichtungen der Bundesrepublik. Im Anschluss an die Veranstaltung gab es die Möglichkeit an einer Postkartenaktion teilzunehmen und Politiker zu mehr Engagement aufzufordern. Mehr Informationen zur deutschen Politik bezüglich der Krise im Sudan bietet der Blog: http://darfur.blog.de/

Vortrag am 27.5. - Menschenrechte in Kamerun

Die kamerunische Menschenrechtlerin Madeleine Afité, welche an Pfingsten einen Menschenrechtspreis in Frankreich verliehen bekommen hat, hielt im Mai in Tübingen einen Vortrag mit dem Titel "Kamerun: Mundtot aber nicht mutlos" Sie berichtete vom schonungslosen Umgang der Regierung mit kritischen Menschen, welcher sich gerade bei den Februarunruhen 2008 gezeigt hatte und der schwierigen Situation von Frauen. So unterdrückt Kameruns Regierung öffentliche Kritik mit Folter und scharfen Schüssen. Die Sicherheitskräfte genießen weitgehend Straflosigkeit. Mit willkürlichen Verhaftungen, unfairen Gerichtsverfahren, Einschüchterungen bis hin zu Todesdrohungen wird gegen VertreterInnen der Zivilgesellschaft, MenschenrechtlerInnen, JournalistInnen, PolitikerInnen und Oppositionelle, die sich kritisch äußern, vorgegangen. Madeleine Afité berichtete außerdem über Themen, bei denen zu oft weggeschaut und geschwiegen wird: die Ausbeutung von Mädchen und jungen Frauen, Genitalverstümmelung und über die Situation von Frauen in Gefängnissen.

1. Mai - Tag der Arbeit

Seit mehr als 100 Jahre wird der 1. Mai als "Tag der Arbeit" gefeiert. In Tübingen war dieses Jahr dabei auch die Hochschulgruppe von amnesty international auf dem Marktplatz mit einem Stand vertreten. Wir nutzten den Stand um auf die Situation von Gewerkschaften und ihren Mitgliedern, die aufgrund ihres Engaments bedroht sind, aufmerksam zu machen. So sammelten wir Unterschriften für den Schutz von Gewerkschaftern in Kolumbien, die Freilassung eines seit 2007 inhaftierten Gewerkschftsführers im Iran und die Freilassung dreier führender Mitglieder einer unabhängigen Gewerkschaft aus Vietnam. Mehr Informatioen zu diesen Fällen und weitere Berichte zur weltweiten Lage der Menschenrechte sind auf www.amnesty.de zu finden.

Aktion im Wintersemester 2008/09

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird 60 - Lichteraktion am 10.12.2008 auf dem Tübinger Marktplatz

Am 10.12.1948 verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal. Fast alle Staaten erkennen die Menschenrechte inzwischen als universale und unveräußerliche Rechte jedes Einzelnen an. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist Grundlage völkerrechtlicher Verträge und vieler Staatsverfassungen. Sie inspirierte den Kampf um das Ende der Apartheid und die Demokratisierung in Osteuropa, Lateinamerika, Asien und Afrika. Sie bildet die Basis für jeden Fortschritt bei der Abschaffung der Todesstrafe, bei der Ächtung der Folter, für den Schutz von Kinderrechten. Weltweit engagieren sich Millionen Menschen einzeln und in Gruppen für ihre Rechte und die der anderen.

Die Ortsgruppen der Organisationen FIAN, Unicef, Studieren ohne Grenzen, Gesellschaft Kultur des Friedens und Amnesty International haben am 10.12.2008, dem Tag des 60. Jubiläums der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, an die Menschenrechte erinnert: vormittags wurden in der Innenstadt die Menschenrechte dramatisch in Szene gesetzt werden, während den Nachmittag über an Ständen am Tübinger Holzmarkt von den beteiligten Gruppen vielfältige Informationen rund um das Thema Menschenrechte bereitgestellt wurden. Den Höhepunkt des Tages bildete eine Lichterkette vom Holzmarkt bis zum Marktplatz vor der Stiftskirche, wo wir mit Tübinger Bürgerinnen und Bürger eine große 60 formten.

Internetbanner zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gibt es hier [zip/png].

STAND UP: Aufstehen gegen Armut - 17.10.2008


Sechs Menschen, die beim Stand Up an der Morgenstelle mitgemacht haben. 32 Menschen, die beim Stand Up an der Wilhelmstraße mitgemacht haben.

Wir haben am Freitag den 17.10.2008 in Tübingen an der Mensa Morgenstelle und der Mensa Wilhelmstraße einen Stand Up gegen Armut und für die UN Millenniumsziele organisiert. Auf der Morgenstelle waren wir leider nur sechs Leute. Vor der UB an der Wilhelmstraße waren es um die 30, die aufgestanden sind.
Weitere Informationen zu dem STAND UP und den UN Milleniumszielen gibt es unter stelldichgegenarmut.de.

Dies Universitatis und Alternativer Dies (AlDi) - 16.10.2008

Wir hatten sowohl einen Informationsstand auf dem Dies als auch auf dem AlDi. Wir haben sehr viele nette Leute kennengelernt. Wir haben viele Anklagen verteilt (am Ende hatten wir keine mehr) und auch die amnesty Aktion zu 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde gut angenommen.
Ein kurzes Interview mit der Wüsten Welle und Interessierte für unsere Gruppe rundeten den Tag ab.